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Was, wenn dein Mangel dir als Ausrede dient?

Autorenbild:   Simone Schlegel - Rise2Frequency
Simone Schlegel - Rise2Frequency
3. Sept.
3 Min. Lesezeit
Simone Schlegel


Es gab eine Zeit, da war „zu teuer“ für mich eine ziemlich häufige und einfache Antwort.

Wenn ich mit meinen Kindern unterwegs war und sie gefragt haben:

„Können wir das noch kaufen?“

„Können wir dort essen gehen?“

„Darf ich bitte …?“

… konnte ich ohne lange zu überlegen einfach sagen:


Hmmm nein, das kostet zuviel.

Ach, das geht jetzt grad nicht.

Wie können jetzt nicht auch noch das kaufen...


Und damit war die Sache erledigt.

Nicht nur für meine Kinder.

Auch für mich.


Und auch ich musste mir - Mangel sei Dank - viele Fragen gar nicht erst stellen.

Was möchte ich eigentlich machen?

Worauf hätte ich Lust?

Wo möchte ich übers Wochenende hinfahren?

Möchte ich diesen Retreat buchen?

Mache ich diese Ausbildung?


Das Budget gab die Antwort bereits vor.


Meine Wochenends-Entscheidungen beschränkten sich also auf eine Wanderung in der Umgebung, Bräteln im Wald oder Lesen auf dem Balkon. Versteht mich nicht falsch. Ich fand das auch immer voll ok und wir haben viiiiele schöne Möglichkeiten in der Umgebung zu wandern 😄. Wer meinen letzten Newsletter gelesen hat, weiss wovon ich spreche. Ja, ich war auch wirklich zufrieden damit. Ich musste nicht zwischen zwanzig Möglichkeiten wählen. Mein Kontostand entschied machte immer schon eine ziemlich deutliche Vorauswahl


Erst mit zunehmender Fülle habe ich bemerkt: Meine schnelle Antwort "Das können wir uns grad nicht leisten", die funktioniert nicht mehr. Und damit wurde mir etwas klar, das ich nie erwartet hätte.


Fülle bedeutet auch mehr Selbstverantwortung

Wir sprechen so oft davon, wie sehr wir uns finanzielle Freiheit wünschen.

Mehr Möglichkeiten. Mehr Auswahl. Mehr Leichtigkeit.


Aber wir sprechen erstaunlich wenig darüber, was passiert, wenn diese Möglichkeiten tatsächlich da sind. Wir sind uns wirklich nicht bewusst, was mit all dieser Freiheit auch noch mitkommt...


Denn plötzlich funktioniert der Satz nicht mehr:

„Ich kann es mir nicht leisten.“


Denn jetzt musst du dir überlegen wieviel mir etwas wirklich wert ist und wieso bzw. wieso nicht.


Und plötzlich kann ich die Verantwortung für mein Leben nicht mehr an meinen Kontostand delegieren.


Das war für mich eine überraschende Erkenntnis:

Mangel begrenzt. Aber Mangel entlastet auch.


Nicht, weil Mangel angenehm wäre. Nein, das ist er nicht. Und glaub mir, ich weiss wovon ich spreche! Aber er entlastet manchmal, weil ein äusseres „Ich kann nicht“ manchmal verhindert, dass wir uns mit einem inneren „Was will ich eigentlich?“ auseinandersetzen müssen.


Gerade die Spezies Mensch, die sich so sehr daran gewöhnt hat, die Bedürfnisse aller andern in den Vordergrund zu stellen und schon gar keinen Begriff mehr dafür hat, was denn die eigenen Wünsche wären (ja, das sind ganz häufig Mamas), sind hier doppelt herausgefordert. Ich gebe zu, für mich war das richtig schwierig und ist es manchmal immer noch.


Vielleicht ist Mangel eben nicht immer nur mühsam

Wir denken häufig, wir hätten gern mehr, um wirklich frei zu sein und diese finanzielle Freiheit ist ein Wunsch, den Kundinnen und Bekannte häufig formuieren.

Aber vielleicht gibt es in uns manchmal auch einen Anteil, der sich davor fürchtet plötzlich alleine entscheiden zu müssen und aus den unzähligen neuen Möglichkeiten das richtige zu wählen.



Wenn ich genügend Geld für fünf verschiedene Ferien hätte, kann ich nicht mehr sagen: „Mehr liegt halt nicht drin.“

Ich muss mich fragen:

Wo möchte ich hin?

Wenn ich mir das Kleid leisten könnte, lautet die Frage nicht mehr: „Ist es zu teuer?“

Sondern:

Will ich es wirklich?

Wenn ich nicht jeden Auftrag annehmen müsste, um meine Rechnungen bezahlen zu können, müsste ich mich fragen:

Wem sage ich, nein danke?

Und vielleicht wird genau hier Fülle plötzlich viel grösser als Geld. Denn plötzlich geht es um


  • Selbstverantwortung

  • Wahl

  • Macht

  • Freiheit

  • Identität


Und genau dann sind wir bei der wahren Fülle. Denn erst wenn wir diese Dinge für uns beherrschen, kann sich die Fülle auch auf unserem Konto zeigen.


Wo benutzt du deinen Mangel noch als Antwort?

Vielleicht magst du dich einmal beobachten.

Aus reiner Neugier.

Wo sagst du:

„Dafür habe ich kein Geld.“

„Dafür habe ich keine Zeit.“

„Das kann ich mir nicht leisten.“

„Das geht gerade nicht.“


Und dann stell dir für einen Moment vor, die Begrenzung wäre weg.

Du hättest das Geld.

Du hättest die Zeit.

Du hättest die Möglichkeit.


Was würdest du dann wählen?


Manchmal entdecken wir dabei, dass wir etwas überhaupt nicht wollen.

Wunderbar.

Dann dürfen wir endlich ein echtes Nein aussprechen, statt den Mangel für uns Nein sagen zu lassen.

Und manchmal entdecken wir einen Wunsch, für den wir bisher nie Verantwortung übernommen haben.

Fülle beginnt genau dort.

Nicht dort, wo wir plötzlich alles haben, sondern dort, wo wir aufhören, dem Mangel die Verantwortung für unsere Entscheidungen zu überlassen.


Falls dich das Thema interessiert und du dem Mangel auf die Spur kommen möchtest, dann wäre vielleicht mein nächster Frequenz-Raum etwas für dich. Kein Kurs, ein Raum für SoulCodings und Frequenzarbeit. Schaus dir gerne an:



 
 
 

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